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Basel Area wird zum Schweizer Hotspot für chinesische Pharmafirmen

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Basel Area wird zum Schweizer Hotspot für chinesische Pharmafirmen

29.09.2021

Immer mehr chinesische Pharmaunternehmen wählen die Basel Area als Standort für ihre Niederlassung in der Schweiz. Unter ihnen ist Hengrui Medicine, Asiens grösster Pharmakonzern nach Marktkapitalisierung. Das andere Schwergewicht, BeiGene, ist bereits seit 2018 in Europas erstklassigem Life Sciences-Standort tätig. Die Basel Area entwickelt sich zusehends zum Schweizer Hotspot für chinesische Pharmafirmen.

Grösste Pharmaunternehmen Asiens nach Marktkapitalisierung (Bild: Visual Capitalist)

Bislang ist Hengrui Medicine ausserhalb Asiens nicht sehr bekannt, aber das Unternehmen ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Mit dem rasanten Wachstum des chinesischen Marktes wird sich dies nun ändern. Laut einer Analyse von Visual Capitalist ist Hengrui Medicine mittlerweile nach Marktkapitalisierung das grösste Pharmaunternehmen in Asien.

Hengrui Medicine wurde 1970 gegründet und gehört heute mit einer Marktkapitalisierung von über 58 Milliarden Dollar zu den 30 grössten Unternehmen der Pharmabranche weltweit. Das Unternehmen ist führend auf dem chinesischen Markt für Krebsmedikamente, chirurgische Anästhetika, Spezialinfusionen und Kontrastmittel.

In den letzten Jahren expandierte Hengrui Medicine in die USA und nach Europa. Erst im Jahr 2020 wurde der europäische Hauptsitz in der Basel Area eingerichtet. Der Standort Basel wird sich der klinischen Forschung und Entwicklung der innovativen Medikamente von Hengrui in Europa widmen. Bis Ende 2021 wird die Organisation auf 50 Mitarbeitende anwachsen, ein weiterer Ausbau ist für 2022 geplant.

Michael van der Laan, Head of Clinical Development bei Hengrui Europe Therapeutics AG: «Es gibt so viele verschiedene Biotech-Unternehmen, die sich hier niederlassen, und ich denke, einer der Gründe dafür ist die Innovation, die sie in Basel finden. Wir planen, in Basel erhebliche Mittel für den Aufbau der Forschungs- und Entwicklungsorganisation aufzuwenden. Basel ist einer der wenigen Orte in Europa, an denen man das tun kann. Eines der Dinge, die Basel auszeichnen, ist der grosse Talentpool in der Pharmaindustrie.»

Ein weiteres Schwergewicht aus Asien ist BeiGene. Das weltweit tätige biopharmazeutische Unternehmen hat einen regionalen Hauptsitz in Basel eingerichtet, wo es seine europäischen klinischen Studien verwaltet und die potenzielle Markteinführung seiner Arzneimittelkandidaten ausserhalb Asiens vorbereitet. Die Präsenz in Basel könnte bei einem der jüngsten Geschäftsabschlüsse hilfreich gewesen sein: Novartis hat eine strategische Kooperationsvereinbarung zur Lizenzierung von Tislelizumab von BeiGene in wichtigen Märkten ausserhalb Chinas unterzeichnet und damit den Einstieg von Novartis in den grossen und wachsenden Bereich der Checkpoint-Inhibitoren beschleunigt. Im Rahmen der Vereinbarung erhält Novartis die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte für Tislelizumab in den Vereinigten Staaten, Kanada, Mexiko, der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich, Norwegen, der Schweiz, Island, Liechtenstein, Russland und Japan gegen eine Vorauszahlung von 650 Millionen Dollar sowie Lizenzgebühren und Meilensteinzahlungen.

Wenn es um chinesische Pharmaunternehmen in der Basel Area geht, sind Hengrui und BeiGene nicht die einzigen. Auch Luye, Worg Pharmaceuticals und Adagene haben eine Niederlassung in der Basel Area gegründet. Das macht die Basel Area zum Schweizer Hotspot für chinesische Pharmafirmen. Die Standortpromotion und Innovationsförderung Basel Area Business & Innovation unterstützte die Unternehmen bei der Ansiedlung ihrer Basler Niederlassungen.

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