Die 6 Phasen eines Startups: Was sie für Gründende (in der Basel Area) bedeuten
Die Gründung eines Startups ist selten eine saubere, lineare Reise. Sie ist chaotisch, iterativ und voller Wendungen. Dennoch kann dir das Verständnis der typischen Phasen eines Start-ups helfen, deine aktuelle Situation einzuordnen, um herauszufinden, worauf du dich als Nächstes konzentrieren solltest und welche Art von Unterstützung dich weiterbringen kann.
In diesem Artikel stellen wir dir sechs typische Phasen der Gründung eines Startups vor. Für jede Phase gehen wir darauf ein, was normalerweise passiert, welche Fragen du dir stellen solltest und welche Art von Unterstützung besonders hilfreich ist.
Wenn du in der Basel Area ein Startup gründest, erfährst du auch, wie unsere Launch-Dienstleistungen dich bei jedem Schritt unterstützen können, besonders wenn du ein skalierbares Unternehmen im Bereich Wissenschaft und Technik aufbaust.
Bist du bereit, sofort loszulegen?
Erfahre, wie Basel Area Business & Innovation Gründerinnen und Gründer in jeder Phase der Startup-Reise unterstützt.
Die 6 Startup-Phasen im Überblick
Jedes Unternehmen ist einzigartig, und gleichwohl durchlaufen viele Startups die folgenden sechs Phasen:
- Phase 1: Idee und Problemanalyse
- Phase 2: Validierung und Pre-Seed
- Phase 3: Aufbau und erste Kundinnen und Kunden (Seed)
- Phase 4: Frühe Wachstumsphase und Skalierungsgrundlage
- Phase 5: Skalierung
- Phase 6: Reife, Exit oder Erneuerung
Phase 1: Idee und Problemanalyse
Wie sieht diese Phase aus?
Du befindest dich ganz am Anfang. Du hast eine oder mehrere Ideen und ein Gefühl für ein Problem, das du lösen möchtest, aber noch ist nichts fixiert. Du bist möglicherweise noch angestellt oder arbeitest in deiner Freizeit an deiner Idee. Zu den Aktivitäten in dieser Phase zählen in der Regel:
- Gespräche mit potenziellen Nutzerinnen und Nutzern sowie Kundinnen und Kunden.
- Problemstellung und -umformulierung.
- Skizzieren von ersten Konzepten oder Mockups.
- Sicherstellung einer guten Übereinstimmung zwischen Problem und Lösung.
- Überprüfung deiner eigenen Motivation und Risikobereitschaft.
Wichtige Fragen in dieser Phase
|
Häufige Irrtümer
|
Welche Art von Unterstützung ist hilfreich
In dieser Phase profitierst du am meisten von:
- Ehrliches Feedback von Kolleginnen und Kollegen sowie Mentorinnen und Mentoren.
- Kontakt zu realen Kundinnen und Kunden sowie Branchenexpertinnen und -experten.
- Frühzeitige Schulung zu Themen wie Wertversprechen, Geschäftsmodelle und grundlegende Finanzkennzahlen.
- Unkomplizierte Überprüfung, ob deine Idee in bestehende Förderprogramme passt.
Wenn du als angehende Gründerin oder angehender Gründer in der Basel Area unterwegs bist, musst du diese Phase nicht allein bewältigen:
- Unser VentureConnect-Programm ist oft der richtige Einstiegspunkt für Unternehmerinnen und Unternehmer in den Phasen 1 bis 3. Es hilft dir, deine Idee zu verfeinern, deine Optionen zu verstehen und die richtigen Kontakte zu knüpfen, um deine nächsten Schritte zu planen.
- Wenn du eine Idee im Bereich Healthtech oder Techbio hast, kannst du mit der DayOne-Community und den Aktivitäten des Accelerators das Problem gemeinsam mit Patientinnen und Patienten, Gesundheitsfachpersonen und Branchenvertreterinnen und -vertretern testen.
- Wenn du ein Biotech-Unternehmen gründen möchtest, kannst du über BaseLaunch, das bahnbrechende Biopharma-Unternehmen in der Basel Area unterstützt, erfahren, was es braucht, um ein investierbares Unternehmen aufzubauen.
Phase 2: Validierung und Pre-Seed
Wie sieht diese Phase aus?
Du hast ein Problem und eine Zielgruppe eingegrenzt. Nun konzentrierst du dich darauf, zu prüfen, ob deine Idee realisierbar ist. Typische Aktivitäten sind:
- Durchführung von strukturierten Kundinnen- und Kundeninterviews oder -umfragen.
- Entwicklung und Testing einfacher Prototypen oder Minimal Viable Products (MVPs).
- Abschätzung der Marktgrösse und Preisoptionen.
- Erforschung von frühen Finanzierungsmöglichkeiten wie Zuschüsse, Freundinnen und Freunde oder Pre-Seed-Kapital.
Wichtige Fragen in dieser Phase
|
Häufige Irrtümer
|
Welche Art von Unterstützung ist hilfreich
Du gewinnst an Geschwindigkeit und Selbstvertrauen, wenn du:
- Zugang zu Mentorinnen und Mentoren hast, die deine Branche und deren Rahmenbedingungen verstehen.
- Strukturiertes Coaching zu Validierungstechniken und schlanken Experimenten.
- Kontakte zu Early Adopters und Pilotpartnerinnen und -partnern.
- Unterstützung bei der Auswahl der nächsten Finanzierungsschritte und der Positionierung Ihres Start-ups für Pre-Seed- oder Seed-Runden.
In der Basel Area wird die Validierung noch stärker, wenn du dich in das lokale Startup- und Industrie-Ökosystem einbringst.
- VentureConnect kann dich mit Coaching und Kontakten unterstützen, während du deine Idee testest und entscheidest, wie es weitergehen soll.
- Wenn du an Healthtech- oder Techbio-Lösungen an der Schnittstelle zur pharmazeutischen Forschung und Entwicklung arbeitest, ist der DayOne Accelerator darauf ausgerichtet, wachstumsstarke junge Unternehmen genau in dieser Phase zu begleiten.
- Der Digital Accelerator Basel unterstützt Tech-Startups in der Frühphase, die die lokale Industrie umgestalten möchten und einen klaren Bezug zur Region Basel haben.
- In der Region Jura können Innovatorinnen und Innovatoren sowie KMU durch regionale Programme wie den InnoJura Accelerator, die industriellen Innovationen mit den Fertigungskompetenzen des Juras verbindet, Zugang zu Beschleunigungsmassnahmen und Fachwissen erhalten.
- Schliesslich soll FoodHealth Hightech-Innovationen von nachhaltigen Landwirtschaftstechnologien bis hin zu ernährungsmässigen Lösungen zur Förderung der Gesundheit fördern.
Phase 3: Aufbau und erste Kundinnen und Kunden (Seed)
Wie sieht diese Phase aus?
Du hast den Kern deiner Idee validiert und baust nun ein echtes Produkt oder eine echte Dienstleistung auf. Du gehst von der Frage «Interessiert sich überhaupt jemand dafür?» zu «Können wir das zuverlässig liefern und beginnen, zu wachsen?» über. Zu den typischen Aktivitäten zählen unter anderem:
- Entwicklung eines umfassenderen Produkts oder einer umfassenderen Plattform.
- Durchführung von Pilotprojekten oder Machbarkeitsstudien mit frühen Kundinnen und Kunden.
- Einstellung der ersten Mitarbeiter oder formelle Gründung von Partnerschaften.
- Durchführung einer Seed-Finanzierungsrunde oder einer bedeutenden nicht verwässernden Finanzierung.
Wichtige Fragen in dieser Phase
|
Häufige Irrtümer
|
Welche Art von Unterstützung ist hilfreich
Die richtige Unterstützung kann dir helfen, teure Fehler zu vermeiden:
- Erfahrene Mentorinnen und Mentoren aus deinem jeweiligen Industrie- oder Technologiebereich.
- Zugang zu Testumgebungen, klinischen oder industriellen Umgebungen für Pilotprojekte.
- Beratung zu rechtlichen, regulatorischen, immaterialgüterrechtlichen und Qualitätsfragen.
- Kontakte zu Investorinnen und Investoren sowie Feedback zu deiner Finanzierungsstrategie.
Die Region Basel ist auf Startups in dieser Phase ausgerichtet, insbesondere in den Bereichen Life Sciences, Healthtech und industrielle Innovation.
- Der DayOne Accelerator unterstützt vielversprechende Healthtech- und Techbio-Startups in der Frühphase, die bereit sind, ihre Lösungen gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Gesundheitswesen zu entwickeln und zu testen.
- BaseLaunch arbeitet mit vielversprechenden Biopharma-Startups zusammen und bietet ihnen Fachwissen, Finanzierung und Zugang zum Netzwerk des Basel Area Life Sciences Supercluster.
- Der Digital Accelerator Basel unterstützt Tech-Startups in der Frühphase dabei, ihre Lösungen mit regionalen Partnerinnen und Partnern zu validieren und die Marktreife zu erreichen.
- Wenn du dir nicht sicher bist, welcher Weg für Ihr Startup am besten geeignet ist, ist VentureConnect der richtige Ansprechpartner, um deine Optionen zu besprechen und den richtigen Partner oder das richtige Programm zu finden.
Phase 4: Frühe Wachstumsphase und Skalierungsgrundlage
Wie sieht diese Phase aus?
Du hast ein funktionierendes Produkt und zahlende Kundinnen und Kunden. Jetzt musst du die anfängliche Dynamik in ein zuverlässiges Wachstum umsetzen. Zu den wichtigsten Aktivitäten zählen:
- Professionalisierung des Vertriebs und des Erfolgs der Kunden.
- Stärkung deines Kernteams und deiner Führung.
- Verfeinerung deiner betrieblichen Wirtschaftlichkeit und deines Geschäftsmodells.
- Expansion in neue Märkte oder Kundensegmente.
Wichtige Fragen in dieser Phase
|
Häufige Irrtümer
|
Welche Art von Unterstützung ist hilfreich
Hier ist gezielte Unterstützung wertvoll:
- Zugang zu erfahrenen Fachleuten und Branchenexpertinnen und -experten.
- Unterstützung bei der Bildung strategischer Partnerschaften mit wichtigen Akteurinnen und Akteuren der Branche.
- Kontakte zu Investorinnen und Investoren, die Ihre Branche und Ihr Wachstumsprofil verstehen.
- Beratung zur Skalierung in oder aus der Region Basel in europäische und globale Märkte.
Basel Area Business & Innovation und ihren Partnern können dich bei der Etablierung Ihrer Skalierungsbasis unterstützen:
- Als Healthtech- oder Techbio-Startup, das aus Programmen wie DayOne oder BaseLaunch hervorgegangen ist, sind du Teil eines Netzwerks von Industriepartnerinnen und -partnern, Investorinnen und Investoren sowie Dienstleistungsunternehmen im Basel Area Life Sciences Supercluster.
- Wachstumsstarke Startups im Bereich Technologie und industrielle Innovation können in der gesamten Region Basel auf Netzwerke, Events und Unternehmenspartnerinnen und -partner zurückgreifen, um neue Produkte zu testen und Referenzkunden zu gewinnen.
- Du kannst die grenzüberschreitende Lage Basels nutzen, um von einem gut vernetzten Standort aus auf Talente, Kundinnen und Kunden sowie Partnerinnen und Partner in der Schweiz, Deutschland und Frankreich zuzugreifen.
Phase 5: Skalierung
Wie sieht diese Phase aus?
>Ihr seid jetzt ein scale-up und kein klassisches startup mehr. Ihr habt einen klaren product-market fit, ein wachsendes Team und müsst eure Abläufe, eure Märkte oder beides ausbauen. Zu den Aktivitäten gehören:
- Eintritt in neue Länder oder Regionen.
- Aufbau starker Führungs- und Managementstrukturen.
- Einführung neuer Produktlinien oder Dienstleistungen.
- Durchführung von Kapitalerhöhungen zur Unterstützung der Expansion.
Wichtige Fragen in dieser Phase
|
Häufige Irrtümer
|
Welche Art von Unterstützung ist hilfreich
Scale-ups profitieren von:
- Standortberatung und Unterstützung bei der Etablierung neuer Standorte oder Funktionen.
- Kontakte zu internationalen Partnerinnen und Partnern, Clustern und Investorinnen und Investoren.
- Zugang zu spezialisierten Talentpools in Wissenschaft, Technologie und Betrieb.
Viele Scale-ups wählen den Basel Area als Basis für europäisches Wachstum oder als Standort für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, Fertigung oder kommerziellen Hubs.
- Die Website des Basel Area Life Sciences Supercluster zeigt, wie Unternehmen in jeder Wachstumsphase die Talente, das Ökosystem, die Lage und den Lebensstil der Region als Multiplikator für Wachstum nutzen.
- Wir unterstützen dich bei der Planung neuer Standorte in der Region, von F&E und Produktion bis hin zu Vertriebsteams, und vermitteln dir Kontakte zu Partnerinnen und Partnern, Dienstleistern und lokalen Behörden.
Phase 6: Reife, Exit oder Erneuerung
Wie sieht diese Phase aus?
Du hast ein ausgereiftes Unternehmen aufgebaut. An dieser Stelle denkst du vielleicht über Folgendes nach:
- Internationale Expansion über Ihre aktuelle Präsenz hinaus.
- Strategische Partnerschaften, Übernahmen oder Fusionen.
- Vorbereitung auf einen Exit, wie z. B. einen Verkauf oder ein Börsengang.
- Ausgründung neuer Unternehmen oder Produkte.
Wichtige Fragen in dieser Phase
|
Häufige Irrtümer
|
Welche Art von Unterstützung ist hilfreich
Hierbei sieht die Unterstützung oft strategischer aus:
- Neutrale Beratung zur Standortstrategie und Expansion.
- Zugang zu Unternehmenspartnerinnen und -partnern und Innovationsinitiativen.
- Unterstützung bei der Erkundung von Spin-offs und Kooperationen mit Start-ups.
Der Basel Area ist Heimat sowohl für globale Life-Science-Marktführer als auch für agile mittelständische Innovatorinnen und Innovatoren. Für etablierte Unternehmen und Scale-ups in späteren Phasen kann die Region eine Plattform sein, um:
- Zusammenarbeit mit Startups und Scale-ups durch Programme und Initiativen zu erkunden, die etablierte Unternehmen mit neuen Vorhaben zusammenbringen.
- Innovationsabteilungen, Labore oder Pilotprojekte in der Nähe eines dichten Ökosystems aus Life-Sciences- und Industrieunternehmen aufzubauen.
- Mit dem Basel Area Life Sciences Supercluster zusammenzuarbeiten, um über neueste Entwicklungen in Wissenschaft und Technik informiert zu bleiben.
Was als nächstes zu tun ist
Wenn dir dieser Artikel dabei geholfen hat, deine aktuelle Phase zu erkennen, besteht der nächste Schritt darin, diese Erkenntnis in die Tat umzusetzen.
|
1. Erfahre mehr über den Startup-Support bei Basel Area Erhalte einen Überblick darüber, wie Basel Area Business & Innovation Gründerinnen und Gründer sowie Start-ups mit Launch-Dienstleistungen und Acceleratoren unterstützt. |
2. Bleib auf dem Laufenden Wenn du über Programme, Events und Möglichkeiten für Startups in der Basel Area informiert werden möchtest, kannst du dich hier für unseren Newsletter anmelden. |
Wenn du bereits weisst, dass du in der Basel Area gründen möchtest und deine Optionen besprechen willst, kannst du uns jederzeit während deiner Startup-Reise kontaktieren, um über deine nächsten Schritte zu sprechen.
Du könntest auch interessiert sein an …
Von der Idee zur Investition: Wichtige rechtliche Schritte für Startup-Gründer